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Der Oberlauf der Niers in Mönchengladbach liegt im Einzugsbereich des Braunkohlentagebaus
Garzweiler und wird zum Ausgleich der weiträumigen Sümpfungsmaßnahmen heute
überwiegend durch Ersatzwasserbeschickung gespeist. Das Gewässer wurde bereits vor
mehr als hundert Jahren reguliert und aus seiner Aue verlegt. Es ist durch einen
naturfernen, einheitlich geradlinigen Ausbauzustand, das Fehlen charakteristischer
Strukturmerkmale sowie mehrere Querbauwerke gekennzeichnet.
Die Maßnahmen zur Umgestaltung des Niersabschnittes in Mönchengladbach-Wickrath sind
Bestandteil des Niersauenkonzeptes. Sie verfolgen das Ziel, einen möglichst naturnahen
Bachlauf zu gestalten und dem Gewässer Raum für seine Entwicklung zu geben. Dafür
wurde die Niers in den Tiefpunkt des Talraums zurückverlegt und folgt nun einem ehemaligen
Verlauf, der sog. „Karotte“. Da das Gewässer auf einer Länge von rd. 1,5 km am Rande eines
Naturschutzgebiets entlang fließt, wurde auf die Ausbildung größerer Mäander
verzichtet, um Eingriffe in den empfindlichen Bruchwald zu vermeiden.
Im Bereich des Schlosses Wickrath ist die Niers Bestandteil des historischen Schlossparks.
Dieser Park ist ein Standort der dezentralen Landesgartenschau Euroga 2002 plus. Das
Gewässer wurde vom Rand des Schlossparkes wieder in die barocke Anlage zurückverlegt.
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